Apple arbeitet Berichten zufolge an einem iMac mit OLED-Display, der frühestens 2029 oder 2030 auf den Markt kommen soll. Laut dem südkoreanischen Portal ZDNet Korea hat das Unternehmen bereits Samsung Display, LG Display und weitere Zulieferer kontaktiert, um 24-Zoll-OLED-Panel-Muster für ein zukünftiges iMac-Modell zu produzieren.
- Apple plant einen iMac mit 24-Zoll-OLED-Display, 600 Nits Helligkeit und 218 PPI für 2029 oder 2030.
- Samsung Display und LG Display entwickeln unterschiedliche OLED-Technologien für das Projekt.
- Der aktuelle iMac wird zunächst mit M5-Chip aktualisiert, bevor OLED-Technologie Jahre später folgt.
Technische Anforderungen an die neuen Displays
Apple hat konkrete Spezifikationen für die OLED-Panels definiert: Die Displays sollen eine Helligkeit von 600 Nits erreichen und eine Pixeldichte von etwa 218 PPI aufweisen. Zum Vergleich: Der aktuelle iMac verfügt über ein 24-Zoll-LCD-Display mit 500 Nits Helligkeit und ebenfalls 218 PPI. Die Umstellung auf OLED würde somit eine Helligkeitssteigerung von 20 Prozent bedeuten.
Wettlauf der Display-Hersteller
Samsung Display plant als erster Zulieferer zu reagieren und will im zweiten Halbjahr 2026 erste Muster mit 220 PPI auf seinen großformatigen Quantum Dot OLED-Produktionslinien fertigen. Dies wäre ein deutlicher Fortschritt gegenüber den derzeit produzierten QD-OLED-Panels für Monitore, die lediglich 160 PPI erreichen. SEMES kündigte Anfang März an, Inkjet-Druckgeräte an Samsung geliefert zu haben, die die höhere Pixeldichte unterstützen können.
OLED steht für Organic Light Emitting Diode und bezeichnet eine Display-Technologie, bei der organische Materialien selbst Licht erzeugen. Im Gegensatz zu LCD-Displays benötigen OLED-Panels keine separate Hintergrundbeleuchtung, da jeder Pixel individuell leuchtet. Das ermöglicht perfekte Schwarzwerte, höhere Kontraste, sattere Farben und eine bessere Energieeffizienz.
LG Display wird voraussichtlich später mit seinen Mustern folgen. Das Unternehmen setzt statt einer Quantum-Dot-Farbkonversionsschicht auf Farbfilter, was möglicherweise zu einer geringeren Helligkeit führen könnte. Anstelle der bestehenden 4-Stack-W-OLED-Panels plant LG Display den Einsatz eines noch in Entwicklung befindlichen 5-Stack-Designs, das eine zusätzliche grüne Schicht für bessere Helligkeit beinhaltet. Zudem entwickelt das Unternehmen die „eLEAP“-Technologie, intern als „fLEAP“ bezeichnet, die auf Fine Metal Masks verzichtet und für verschiedene zukünftige Apple-Geräte-Displays vorgesehen ist.
Vorteile der OLED-Technologie
Der Wechsel von LCD zu OLED bringt mehrere Vorteile mit sich. OLED-Displays bieten tiefere Schwarzwerte mit höherem Kontrast, sattere Farben und eine verbesserte Energieeffizienz. Diese Technologie nutzt Apple bereits erfolgreich in iPhone, Apple Watch und iPad Pro – das wäre jedoch das bisher größte OLED-Display in einem Apple-Gerät.
Aktuelle iMac-Modelle und Ausblick
Derzeit ist für den iMac ein Upgrade auf den M5-Chip zu erwarten. Apple hatte das Gerät zuletzt im Oktober 2024 mit dem M4-Chip und einer 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera aktualisiert. Die Entwicklung eines iMac mit OLED-Display läuft parallel zu Apples umfassenderer OLED-Strategie, die auch MacBook Pro, iPad Air, iPad mini und MacBook Air umfasst. Während das MacBook Pro voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 mit OLED-Display erscheinen wird, müssen sich iMac-Fans noch deutlich länger gedulden.







